Sicherheit für Ihre Bürger: Warum Sirenen ohne TETRA BOS eine Fehlinvestition sind
In deutschen Rathäusern steht das Thema „Warnung der Bevölkerung“ wieder ganz oben auf der Agenda.

Nach Jahren des Rückbaus investieren Kommunen in moderne elektronische Sirenen. Doch als Bürgermeister oder Entscheidungsträger stehen Sie vor einer technischen Weichenstellung, die über die Sicherheit Ihrer Bürger und die Verwendung von Steuergeldern entscheidet: Die Anbindung an den TETRA BOS Digitalfunk.
Aktuell beobachten wir, dass Sirenensysteme beschafft werden, die keine Schnittstelle zum Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) besitzen. Aus strategischer Sicht führt dies das gesamte Vorhaben ad absurdum.
1. Keine Förderung ohne MoWaS-Fähigkeit
Der wichtigste Punkt für Ihre Haushaltsplanung: Die Ausstattung mit TETRA BOS Digitalfunk ist kein „Optionales Extra“, sondern eine klare Forderung für landes- und bundesweite Förderungen.
Die Förderrichtlinien des Bundes und der Länder sind eindeutig: Bezuschusst wird nur, was in das nationale Warnkonzept passt. Das Herzstück dieses Konzepts ist das Modulare Warnsystem (MoWaS). Da MoWaS über den gehärteten und hochverfügbaren TETRA-Digitalfunk kommuniziert, ist eine Sirene ohne TETRA-Anbindung faktisch nicht förderfähig. Wer hier am falschen Ende spart, zahlt am Ende mehr – oder bleibt auf den Gesamtkosten einer technisch veralteten Insellösung sitzen.
2. Zivilschutz ist staatspolitische Verantwortung
Hinter den technischen Anforderungen der Fördergeber steht ein ernster Hintergrund: Die veränderte geopolitische Lage. Zivilschutz ist laut Grundgesetz eine Aufgabe des Bundes, doch die Warnung findet vor Ort in Ihrer Kommune statt.
In einer nationalen Krise oder im Verteidigungsfall muss der Bund in der Lage sein, die Bevölkerung zeitgleich und flächendeckend zu warnen. Dies geschieht zentral über MoWaS. Eine Sirene, die nur lokal ausgelöst werden kann, bleibt im Ernstfall stumm, wenn die nationale Warnung ausgesteuert wird. Für Ihre Bürger bedeutet das: Ein Schutzversprechen, das technisch nicht eingelöst werden kann.
Heutige Sirenensysteme dienen vorwiegend dem Katastrophen- und Zivilschutz, also der „Warnung der Bevölkerung“. – Feuerwehr-Alarmierungen sind maximal in Ausnahmen ländlich noch vertretbar, ansonsten gibt es für diese bessere und effizientere Möglichkeiten.
3. Resilienz in Krisenzeiten: Warum TETRA alternativlos ist
In Zeiten hybrider Bedrohungen und zunehmender Naturkatastrophen ist die Ausfallsicherheit der Warnwege entscheidend. Herkömmliche Kommunikationswege wie das Mobilfunknetz oder das Internet sind im Katastrophenfall oft als Erste überlastet oder werden zum Ziel von Cyber-Angriffen.
Der TETRA BOS Digitalfunk hingegen ist:
• Gehärtet: Er funktioniert auch bei flächendeckendem Stromausfall über viele Stunden hinweg.
• Sicher: Durch BSI-zertifizierte Verschlüsselung ist das System gegen Manipulationen von außen geschützt.
• Verfügbar: Er ist exklusiv für Sicherheitsaufgaben reserviert und bietet damit die notwendige Priorisierung im Ernstfall.
Die bewährten, stadt- und kreisweiten POCSAG-Auslösenetze sind für die lokalen Nutzungen weiterhin der beste Weg; allerdings ist die landes- und bundesweite Nutzung über TETRA BOS - Digitalfunk für MoWaS die Voraussetzung für die *Warnung der Bevölkerung*.
Fazit: Verantwortung für die Zukunft übernehmen
Ein Sirenen-Warnsystem ist ein sichtbares Zeichen kommunaler Verantwortung gegenüber den Bürgern.
Investieren Sie in ein System, das Teil der Lösung ist – nicht in eine Insellösung, die im Krisenfall isoliert bleibt.
Wir beantworten Ihre Fragen gerne unter 0261- 921 63 73 - 0
oder schreiben Sie eine E-Mail an das Sirenen-Team unter Sirenen>at<EuroBOS.de










