Bundeswarntag 2026: Warum Sirenen noch nicht zentral ausgelöst werden

Matthias Stumm • 31. August 2026

Bundeswarntag 10. September 2026

Eine zentrale Rolle bei der Warnung der Bevölkerung spielt das Modulare Warnsystem des Bundes – kurz MoWaS. Doch ausgerechnet Sirenen können bislang nicht bundesweit unmittelbar darüber ausgelöst werden. Das BBK bestätigt ausdrücklich, dass die direkte Anbindung von MoWaS an die lokalen Sirenennetze weiterhin in Entwicklung ist.


Am Donnerstag, 10. September 2026, findet der nächste Bundesweite Warntag statt. Ab 11:00 Uhr wird bundesweit eine Probewarnung ausgelöst. Ziel ist es, die vorhandenen Warnsysteme und ihr Zusammenspiel zu erproben. Gegen 11:45 Uhr erfolgt die Entwarnung.


Dabei setzt Deutschland bewusst auf einen Warnmittelmix.


Cell Broadcast, Warn-Apps, Rundfunk, digitale Informationssysteme und Sirenen ergänzen sich gegenseitig. Das ist sinnvoll und notwendig, denn kein einzelnes Warnmittel kann in jeder Situation alle Menschen erreichen.


Gerade deshalb kommt den Sirenen weiterhin eine besondere Bedeutung zu.


Sirenen haben eine besondere Aufgabe im Warnmittelmix

Eine Sirene übermittelt zunächst keine ausführliche Information. Sie hat eine andere, entscheidende Aufgabe:


Sie macht aufmerksam.


Durch ihren hohen Schallpegel und ihre charakteristischen Warnsignale erreicht sie Menschen unabhängig davon, ob ein Smartphone eingeschaltet ist, eine Warn-App installiert wurde oder gerade Radio und Fernsehen genutzt werden.


Besonders wichtig ist dabei der sogenannte Weckeffekt. Sirenen können Menschen auch nachts oder in Situationen erreichen, in denen andere Warnmittel zunächst nicht wahrgenommen werden.


Die eigentliche Information – also beispielsweise Art und Umfang einer Gefahr sowie konkrete Verhaltensempfehlungen – kann anschließend über weitere Warnkanäle erfolgen.


Genau dieses Zusammenspiel macht den Warnmittelmix so wichtig. Auch das BBK hebt den Warnmix und den besonderen Weckeffekt der Sirenen ausdrücklich hervor.


MoWaS bildet die zentrale Infrastruktur – aber noch nicht für die unmittelbare Sirenenauslösung

Über MoWaS können Warnmeldungen an unterschiedliche Warnmultiplikatoren und Warnkanäle weitergegeben werden. Dazu gehören beispielsweise Warn-Apps, Rundfunk, Fernsehen und weitere angeschlossene Systeme.


Bei den Sirenen besteht jedoch weiterhin eine Besonderheit:


Eine bundesweit einheitliche unmittelbare Auslösung der Sirenen über MoWaS ist bislang noch nicht umgesetzt.


Während also eine Warnmeldung zentral über MoWaS verbreitet wird, erfolgt die tatsächliche Auslösung der Sirenen weiterhin über die jeweils vorhandenen Strukturen der Länder, Landkreise, Städte und Gemeinden.


Damit wird ein wesentliches Element des Warnmittelmixes momentan noch dezentral ausgelöst.


Wie werden Sirenen heute ausgelöst?

Wer sich mit kommunalen Sirenennetzen beschäftigt, weiß: Deutschland verfügt historisch bedingt über sehr unterschiedliche technische Strukturen.


Je nach Bundesland, Landkreis und vorhandener Infrastruktur können Sirenen beispielsweise ausgelöst werden über:

  • TETRA-BOS-Digitalfunk
  • POCSAG-Alarmierungsnetze
  • GSM bzw. Mobilfunklösungen
  • teilweise noch analoge Funkwege wie das 4-m-Band
  • weitere lokale Übertragungswege
  • und vereinzelt tatsächlich noch per Handauslösung


Gerade der letzte Punkt überrascht außerhalb der Fachwelt immer wieder.


Doch er zeigt, wie unterschiedlich der technische Stand kommunaler Sirenennetze in Deutschland weiterhin ist.


Während an vielen Standorten bereits moderne elektronische Sirenen mit digitalen Sirenensteuerungen, Rückmeldemöglichkeiten und mehreren redundanten Auslösewegen betrieben werden, existieren andernorts noch deutlich ältere Strukturen.


Der Bundesweite Warntag macht auch diese Unterschiede sichtbar.


Zentral warnen – dezentral auslösen

Damit entsteht beim Bundesweiten Warntag eine interessante Situation:


Die Warnung wird über MoWaS zentral initiiert und über zahlreiche angeschlossene Warnkanäle verbreitet.


Die Sirenen werden dagegen vielerorts durch die zuständigen Leitstellen oder über andere regionale Strukturen separat ausgelöst.


Technisch funktioniert die Warnung also – aber noch befinden sich nicht alle Warnmittel in einer durchgängigen zentralen Auslösekette.


Das langfristige Ziel ist deshalb nachvollziehbar:


Auch Sirenen sollen möglichst unmittelbar in die übergeordneten Warnstrukturen eingebunden werden können.


Diese Möglichkeit gewinnt auch mit Blick auf den Zivilschutz an Bedeutung.


Der Bund betreibt MoWaS zur Warnung der Bevölkerung im Zivilschutz. Länder und Kommunen nutzen das System gleichzeitig im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für die Bevölkerungswarnung im Katastrophenschutz.  Mit der geplanten Anbindung von MoWaS sollen Bund und Länder künftig die direkte Möglichkeit erhalten, in die Alarmierungskette einzuwirken.


Gerade für solche überregionalen Lagen ist es sinnvoll, dass künftig auch Sirenen schnell und unmittelbar in eine übergeordnete Warnkette eingebunden werden können – ohne dabei auf bewährte dezentrale und redundante Auslösewege zu verzichten.


Denn eine zentrale Auslösemöglichkeit darf nicht bedeuten, dass regionale Strukturen überflüssig werden. Gerade im Bevölkerungsschutz sollte eine Warnmöglichkeit nicht ausschließlich von einem einzigen Übertragungsweg abhängig sein.


Automatisierung und Redundanz gehören zusammen

Eine moderne Sireneninfrastruktur sollte deshalb nicht nur die Frage beantworten:


„Wie können wir eine Sirene auslösen?“


Mindestens genauso wichtig ist die Frage:


„Über wie viele voneinander unabhängige Wege können wir sie zuverlässig auslösen?“


Eine möglichst automatisierte Anbindung an übergeordnete Warnsysteme und zusätzliche regionale Auslösewege schließen sich nicht aus.


Im Gegenteil.


Aus unserer Sicht gehören Automatisierung und Redundanz zusammen.


Moderne Sirenensteuerungen können unterschiedliche Kommunikationswege miteinander verbinden und gleichzeitig Rückmeldungen über Auslösung und technischen Zustand einer Anlage ermöglichen.


Damit entwickelt sich die Sirene von einem reinen akustischen Signalgeber zunehmend zu einem integrierten Bestandteil moderner Warninfrastrukturen.


Neue EuroBOS-Sirenen sind bereits auf MoWaS vorbereitet

Auch wenn die unmittelbare bundesweite Sirenenauslösung über MoWaS heute noch nicht zur Verfügung steht, ist für uns entscheidend, neue Sirenenanlagen bereits heute darauf vorzubereiten.


EuroBOS stattet deshalb alle neuen Sirenen technisch so aus, dass die zukünftige Auslösung über MoWaS genutzt werden kann, sobald die entsprechenden übergeordneten Strukturen verfügbar sind.


Dabei geht es um zwei entscheidende Bereiche:

Zum einen um die Hardware. Die erforderlichen Komponenten der Sirenenanlage und der Sirenensteuerung werden bereits entsprechend ausgelegt.


Zum anderen um die Programmierung. Bei einer Ansteuerung über TETRA-BOS für MoWaS betrifft dies insbesondere die korrekte Programmierung der eingesetzten Digitalfunkgeräte beziehungsweise der TETRA-Sirenensteuerempfänger.


Dieser zweite Punkt ist wichtig: Eine grundsätzlich geeignete Hardware allein reicht nicht aus. Auch die Kommunikations- und Steuerungstechnik muss entsprechend vorbereitet und programmiert sein.


EuroBOS berücksichtigt deshalb bei neuen Sirenenanlagen beide Ebenen – Hardware und Programmierung.


Damit schaffen wir bereits heute die technischen Voraussetzungen dafür, dass die MoWaS-Anbindung genutzt werden kann, sobald sie über die entsprechenden Strukturen zur Verfügung steht.


Unser Anspruch: Eine Sirene, die heute neu errichtet wird, sollte bereits für die Warninfrastruktur von morgen vorbereitet sein.


Diese Ausrichtung entspricht auch dem Ziel des Bundes: Neue und modernisierte Sirenen sollen technisch für einen Anschluss an MoWaS ausgerüstet werden.


Der Bundesweite Warntag ist deshalb mehr als nur ein Funktionstest

Am 10. September geht es nicht nur darum, festzustellen, ob eine Sirene um 11:00 Uhr ertönt.


Der Warntag überprüft das Zusammenspiel der Warnsysteme – von der Erstellung einer Warnmeldung über deren Übertragung bis hin zur tatsächlichen Wahrnehmung durch die Bevölkerung.


Dabei können auch Schwachstellen sichtbar werden.


Und genau das ist der Sinn eines solchen Warntages.


Denn ein Test ist dann besonders wertvoll, wenn aus seinen Ergebnissen Verbesserungen entstehen.


Bevölkerungsschutz ist eine gemeinsame Aufgabe

Der Ausbau und die Modernisierung der Warninfrastruktur sind in den vergangenen Jahren deutlich vorangekommen; wenn auch regional sehr unterschiedlich. Viele Kommunen stehen weiter vor einem "Nichts"; andere Kommunen haben hier Prioritäten für ihre Bürger gesetzt und in Sirenennetze investiert.


Es müssen neue Sirenen geplant und errichtet werden; bestehende Anlagen modernisiert und zusätzliche Warnwege geschaffen werden. Gleichzeitig werden die technischen Voraussetzungen für eine stärkere Vernetzung der unterschiedlichen Systeme weiterentwickelt. Auch immer im Interesse des Warnmittelmix.


Diesen Weg gilt es konsequent fortzusetzen.


Gemeinsam mit Bund, Ländern, Landkreisen, Städten und Gemeinden wollen wir die Warnung der Bevölkerung weiterentwickeln und damit den Bevölkerungsschutz für alle Bürgerinnen und Bürger noch zuverlässiger und wirksamer machen.


Der Bundesweite Warntag am 10. September 2026 ist dafür nicht nur ein Test.


Er ist auch eine gute Gelegenheit, genau hinzuschauen:


Wie wird vor Ort gewarnt? Wie werden die Sirenen ausgelöst? Welche Redundanzen bestehen – und sind heute neu errichtete Sirenen bereits für die Warninfrastruktur von morgen vorbereitet?


Denn im Ernstfall zählt am Ende vor allem eines:


Die Warnung muss die Menschen erreichen.

19. Mai 2026
*Brandhilfe* Juni 2026 - Alarmierungsnetz in Rekordzeit errichtet-
von Matthias Stumm 6. Mai 2026
EuroBOS ist mit zwei Fach-Workshops vertreten.
von Matthias Stumm 17. April 2026
Es gibt doch betonfreie Fundamente von Steelroots. 
von Matthias Stumm 14. April 2026
Die Anforderungen an moderne Rettungs- und Feuerwehrleitstellen wachsen stetig. Als Herzstück der Gefahrenabwehr tragen sie die Verantwortung für die Koordination komplexer Einsatzlagen unter hohem Zeitdruck. In diesem Umfeld ist die technische Resilienz der eingesetzten Systeme kein optionales Feature, sondern die Grundvoraussetzung für die Handlungsfähigkeit im Krisenfall. Integrierte Sicherheit: Alarmierung und Warnung Ein wesentlicher Baustein dieser Resilienz ist die Entkopplung kritischer Kommunikationswege von öffentlichen Netzen. EuroBOS unterstützt Verantwortliche dabei, autarke Infrastrukturen zu schaffen, die auch bei Überlastung oder Ausfall kommerzieller Netze stabil bleiben. Unser Fokus liegt auf der nahtlosen Integration von zwei Kernbereichen der Kritischen Infrastruktur (KRITIS): • Digitale Alarmierung: Hochverfügbare Netze und Endgeräte, die eine redundante und sichere Erreichbarkeit der Einsatzkräfte garantieren. • Sirenenwarnsysteme: Die unmittelbare Warnung der Bevölkerung als unverzichtbares Element des Zivilschutzes und der Katastrophenhilfe. Beide Systeme verstehen wir als integralen Bestandteil der Sicherheitsstrategie einer jeden Gebietskörperschaft. Es geht darum, Technik so zu planen, zu errichten und zu warten, dass sie im entscheidenden Moment genau das tut, was sie soll: Sicherheit geben. Fachlicher Austausch auf dem 13. Symposium „Leitstelle aktuell“ Theoretische Konzepte müssen sich in der Einsatzpraxis bewähren. Deshalb schätzen wir den direkten Dialog mit den Anwendern und Entscheidern aus der Leitstellenwelt. Das Symposium in Bremerhaven bietet den passenden Rahmen, um über aktuelle Standards, technische Neuerungen und die Herausforderungen der kommenden Jahre zu sprechen. Wir laden Sie herzlich ein, uns in Bremerhaven zu besuchen. Lassen Sie uns gemeinsam evaluieren, wie wir die Alarmierungssicherheit in Ihrem Zuständigkeitsbereich weiter stärken können. Eckdaten zum Event : • Termin: 21. und 22. April 2026 • Ort: Atlantic Sail City Hotel, Bremerhaven • Treffpunkt: Stand 15 (Empore) Weitere Informationen zum 13. Symposium "Leitstelle aktuell": https://www.symposium-leitstelle.de/
von Matthias Stumm 26. Februar 2026
1. Einleitung: Der Weckruf für deutsche Kommunen Alle Jahre wieder blickt die Bundesrepublik am nationalen Warntag gespannt auf ihre Warninfrastruktur. Doch während die Bevölkerung auf das vertraute Heulen der Sirenen wartet, stehen viele Verantwortliche in den Kommunen vor einem massiven technologischen Problem. Ein Großteil der aktuellen Systeme basiert noch immer auf veralteter analoger Funksteuerung oder auf den regionalen, hoch verfügbaren POCSAG-Netzen der „Feuerwehralarmierung“. In einer Ära hybrider Bedrohungen und zunehmender Extremwetterereignisse stellt sich die kritische Frage: Ist Ihre Technik im Ernstfall eine Lebensversicherung oder eine technologische Sackgasse? Wer heute nicht auf den digitalen Standard TETRA setzt, riskiert nicht nur die Funktionsfähigkeit am entscheidenden Warntag am 10. September 2026 , sondern auch die Sicherheit seiner Bürger. Punkt 1: Die Blackout-Reserve – Wenn das Licht ausgeht, heult die Sirene Die Resilienz eines Warnsystems zeigt sich dann, wenn die primäre Infrastruktur versagt. Hier liegt der entscheidende Vorteil der Netzhärtung im TETRA BOS-Netz gegenüber kommerziellem Mobilfunk oder internetbasierten Lösungen. In einer "Großschadenslage" sind öffentliche Netze durch Überlastung oft binnen Minuten handlungsunfähig. TETRA agiert vollkommen eigenständig. Ein wesentliches Merkmal dieser Unabhängigkeit ist die massive Strompufferung der Basisstationen, die oft für 24 Stunden und mehr batteriegepuffert sind. Während das kommerzielle Netz bei einem Blackout längst verstummt ist, bleibt die TETRA-basierte Warninfrastruktur voll einsatzbereit. Diese Autonomie macht im Ernstfall den lebenswichtigen Unterschied zwischen rechtzeitiger Warnung und gefährlicher Funkstille. Punkt 2: Keine Einbahnstraße mehr – Die Sirene, die „antwortet“ Analoge Einweg-Systeme sind ein operatives Risiko: Die Leitstelle sendet einen Befehl, erhält aber keine Bestätigung, ob die Sirene tatsächlich ausgelöst hat. TETRA beendet dieses Zeitalter der Ungewissheit durch echte Bidirektionalität und Echtzeit-Monitoring. Die Vorteile für die kommunale Sicherheit sind vielfältig: • Auslösebestätigung: Sofortige Rückmeldung über den Erfolg der Alarmierung. • Zustandsberichte: Automatische Meldungen über Akkustand, Systemfehler oder Sabotageversuche (z.B. über Türkontakte). • Hybride Intelligenz: EuroBOS bietet zum Beispiel spezialisierte Lösungen, die eine Rückmeldung über TETRA ermöglichen, selbst wenn die eigentliche Auslösung noch über POCSAG erfolgt. Dieses System garantiert nicht nur die Zuverlässigkeit im Ernstfall, sondern senkt durch gezielte, zustandsbasierte Wartung massiv die laufenden Betriebskosten. Punkt 3: Die Machtzentrale – Warum der Bund 2026 das Kommando übernimmt Das Modulare Warnsystem (MoWaS) ist das Rückgrat der nationalen Warnstrategie. Das Ziel ist eine simultane, landesweite Warnung innerhalb von Sekunden statt kaskadierender lokaler Auslösungen. Der Warntag am 10. September 2026 markiert hierbei den technologischen Wendepunkt: Erstmals ist die zentrale Ansteuerung der Sirenen direkt durch den Bund über das TETRA BOS-Netz geplant. Der damalige BBK-Präsident Ralph Tiesler im September 2025 unterstreicht diese Entwicklung unmissverständlich: "Dazu zähle etwa eine direkte Anbindung der modernen Sirenen, die dann künftig nicht mehr von den Kommunen ausgelöst werden müssten, sondern beim Warntag 2026 direkt angesteuert werden sollen." Kommunen ohne TETRA-Anbindung droht der „Warntag-Effekt“: Sie werden technologisch isoliert. Wer die direkte MoWaS-Integration verpasst, verliert den Anschluss an die nationale Sicherheitsarchitektur. Punkt 4: Digitale Festung – BSI-zertifizierter Schutz gegen Hacker In Zeiten hybrider Bedrohungen ist die Cyber-Resilienz kritischer Infrastrukturen keine Option, sondern eine geopolitische Notwendigkeit. Sirenenanlagen dürfen niemals zu verwundbaren Zielen für Sabotage oder unbefugte Fernauslösung werden. Die Sicherheitsarchitektur von TETRA bietet hier ein Schutzniveau, das kommerzielle Standards weit übertrifft. Durch den Einsatz von BSI-Sicherheitskarten und einer lückenlosen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist eine Manipulation der Infrastruktur von außen nahezu ausgeschlossen. Nur authentifizierte Stellen wie die autorisierten Leitstellen oder der Bund verfügen über die digitalen Schlüssel, um das System zu aktivieren. Ihre Warninfrastruktur wird damit zur digitalen Festung. Punkt 5: Die Kostenfalle – Ohne TETRA keine Förderung Investitionen in den Zivil- und Katastrophenschutz erfordern ein hohes Maß an Investitionssicherheit. Hier gilt eine klare Regel: Kein Geld ohne TETRA. Die aktuellen Förderprogramme von Bund und Ländern (wie das Sirenenförderprogramm des Bundes) knüpfen die Bereitstellung von Finanzmitteln zwingend an die MoWaS-Fähigkeit und moderne digitale Schnittstellen. Wer heute noch in veraltete Technik ohne TETRA-Schnittstelle investiert, handelt finanziell fahrlässig und trägt die Kostenlast oft komplett allein. Da TETRA als der gesetzte Standard für die nächsten Jahrzehnte im Behördenfunk gilt, ist die Integration die einzige Möglichkeit, kommunale Haushalte langfristig zu schützen und Fördermittel effizient zu nutzen. Fazit: Bereit für die Zukunft oder im Funkloch gefangen? Die Umstellung auf TETRA ist weit mehr als ein technisches Upgrade – es ist die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Krisenvorsorge. Von der Blackout-Sicherheit bis zur BSI-zertifizierten Cyber-Resilienz bietet nur der Digitalfunk die notwendige Sicherheit für die Herausforderungen von morgen. Genau deshalb muss die Technik vor Ort autonom und zuverlässig funktionieren. Verantwortliche in den Kommunen müssen sich jetzt fragen: Ist Ihre Infrastruktur bereit für die zentrale Steuerung von morgen? ---------------------------------------------------- Service-Bereich: Experten-Kontakt Die EuroBOS GmbH unterstützt Sie aktiv bei der Transformation Ihrer Warninfrastruktur oder bei der Planung von neuen, zukunftsfähigen Sirenenwarnsystemen. Kontaktieren Sie unsere Experten für messbare Ergebnisse: • Christian Peters, Geschäftsführer: Ihr Partner für die Projektorganisation und die rechtssichere Gestaltung Ihres Standort-Antrags. • Sandro Stoll, Geschäftsführer: Experte für die technische Anbindung und die Überbrückung der Lücke zwischen Ihrer Hardware und dem TETRA-Netz. • Matthias Stumm, Beratung & Projekt: Spezialist für Integration und Kostenanalyse – er berechnet für Sie, wie Sie TETRA wirtschaftlich in Ihre bestehende oder neue Sirenenstruktur integrieren. Zentrale Kontaktdaten: • Telefon: 0261 – 921 63 73 – 0 • E-Mail: Sirenen@EuroBOS.de Link zu "Sirenen" .
von Matthias Stumm 4. Februar 2026
In Deutschland ist der Schutz der Bevölkerung keine Selbstverständlichkeit – er ist ein Gemeinschaftswerk. Ein System, das zu über 95 % auf dem Ehrenamt beruht. Ob Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung oder Katastrophenschutz – hunderttausende Menschen engagieren sich tagtäglich in ihrer Freizeit für die Sicherheit anderer. Dieses freiwillige Engagement ist ein weltweites Vorbild. Ein funktionierender, flächendeckender Brandschutz wie in Deutschland – mit freiwilligen Feuerwehren als Rückgrat – ist international nahezu einzigartig. Und dennoch oft zu wenig im Fokus. EuroBOS sagt: Das Ehrenamt verdient mehr Sichtbarkeit, mehr Wertschätzung – und echte Unterstützung. Freikarten für die INTERSCHUTZ 2026 zu gewinnen Die INTERSCHUTZ 2026 in Hannover ist das Highlight für alle, die im Brand- und Katastrophenschutz, im Rettungsdienst oder in Hilfsorganisationen Verantwortung tragen. Wir möchten den Menschen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, den kostenfreien Zugang zu dieser wichtigen Messe ermöglichen. 👉 Deshalb verlosen wir 10 Eintrittskarten an eine Feuerwehr oder Hilfsorganisation, die auf Facebook unseren Beitrag liked und kommentiert, warum gerade sie die Karten verdient hat. 📅 Die Verlosung läuft bis Sonntag, 22. Februar 2026 – die Auslosung erfolgt am Montag, 23. Februar. 📌 Teilnahmeberechtigt sind alle Feuerwehren und Hilfsorganisationen in Deutschland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Kommunen können doppelt profitieren Noch mehr Wirkung zeigt unsere Aktion für kommunale Träger: Beim Kauf eines Pakets aus 10 Digitalen Meldern vom Typ EuroBOS SLIM oder EuroBOS WP erhalten Kommunen von uns 20 Eintrittskarten für die INTERSCHUTZ 2026 kostenlos dazu. So können Städte und Gemeinden nicht nur in die Sicherheit ihrer Einsatzkräfte investieren, sondern diesen auch ein starkes Zeichen der Anerkennung mitgeben. Fortschrittliche Alarmierung und gesellschaftliche Wertschätzung – beides gehört zusammen. Wir geben Sicherheit – und sagen Danke. Ob in der Leitstelle, im Feuerwehrhaus oder beim Einsatz vor Ort: Das Ehrenamt ist tragende Säule unserer Sicherheitsarchitektur. Als EuroBOS möchten wir nicht nur Technik liefern – sondern auch Haltung zeigen. Deshalb: Danke an alle Ehrenamtlichen! Ihr verdient mehr als Applaus – ihr verdient echte Unterstützung.
von Matthias Stumm 29. Januar 2026
In deutschen Rathäusern steht das Thema „Warnung der Bevölkerung“ wieder ganz oben auf der Agenda.
von Matthias Stumm 13. Januar 2026
Fortbildung: Gemeinschaftsveranstaltung von Dräger, EuroBOS, PeiTel und Ziegler Am Donnerstag, den 12. März 2026, findet in Teltow (Brandenburg) erneut eine feuerwehrtechnische Schulung statt – Veranstalter sind die Firmen Dräger, EuroBOS, PeiTel und Ziegler. Knut Schellhorn wird aktuelle Themen zum Digitalfunk behandeln und Alexander Trenn, Fachberater Gefahrstofflagen bei Landesfeuerwehrverband Brandenburg e. V., berichtet über Wissenswertes aus seinem Spezialgebiet. Die Veranstaltung richtet sich an Angehörige von Feuerwehren aus dem gesamten Land Brandenburg. Ziel ist es, den Teilnehmenden praxisnahe und einsatzrelevante Informationen zu vermitteln – in kompakter Form und mit starkem Fokus auf aktuelle Techniktrends im Bereich Bevölkerungsschutz, Einsatzkommunikation und Fahrzeugtechnik. ________________________________________ EuroBOS zeigt neueste Entwicklungen im Bereich der Digitalen Alarmierung Die EuroBOS GmbH wird in Teltow ihre aktuellen Systeme im Bereich Digitale Alarmierung vorstellen – ein zentrales Element der Kritischen Infrastruktur (KRITIS) in Deutschland. Thematisiert werden sowohl die flächendeckende Planung und Errichtung von Alarmierungsnetzen als auch die neuesten Gerätegenerationen für den täglichen Einsatzdienst. Auch im Bereich Sirenensteuerung und Bevölkerungswarnung gibt EuroBOS Einblick in aktuelle Projekte, Technologien und Sicherheitsstandards. ________________________________________ Vier starke Partner – ein gemeinsames Ziel: Sicherheit im Einsatz Neben EuroBOS präsentieren auch die Unternehmen Dräger, PeiTel und Ziegler ihre Produkte und Lösungen. Die Kombination dieser vier Partner ermöglicht den Teilnehmenden eine vielseitige und praxisnahe Fortbildung – mit konkretem Mehrwert für die tägliche Arbeit im Einsatzdienst. Weitere Informationen zur Anmeldung und zum genauen Veranstaltungsort folgen in Kürze. ________________________________________ EuroBOS – Wir geben Sicherheit. ________________________________________ Die Partnerunternehmen im Überblick: Dräger Dräger zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Atemschutztechnik, Gasmesstechnik und Sicherheitslösungen für Feuerwehr und Industrie. Das Unternehmen steht für Qualität und Innovation im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung. EuroBOS Als Spezialist für Digitale Alarmierung und Sirenen-Warnsysteme ist EuroBOS ein verlässlicher Partner für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Mit jahrzehntelanger Erfahrung sorgt EuroBOS für sichere Kommunikations- und Warnsysteme – flächendeckend und zukunftssicher. PeiTel PeiTel entwickelt und produziert professionelle Kommunikationslösungen für Fahrzeuge und Leitstellen. Funkgeräte-Zubehör, Systemtechnik und Audio-Komponenten gehören ebenso zum Portfolio wie maßgeschneiderte Integrationslösungen für BOS-Fahrzeuge. Ziegler Ziegler zählt zu den traditionsreichsten Feuerwehrfahrzeugherstellern Europas. Das Unternehmen bietet komplette Fahrzeuglösungen, Komponenten und Ausrüstung – von Löschfahrzeugen über Pumpentechnik bis zur modernen Einsatzmittelversorgung.
30. November 2025
🎄 EuroBOS Wandkalender 2026 – jetzt kostenlos sichern! 📅 Ob Feuerwehrhaus, Rettungswache, Aufenthaltsraum oder Verwaltungsbüro – unser großformatiger Wandkalender bringt Struktur in den Alltag. Alle wichtigen Termine auf einen Blick: Schulungen, Lehrgänge, Urlaubszeiten und natürlich die INTERSCHUTZ 2026. ✅ Übersichtlich ✅ Praktisch ✅ Kostenlos für EuroBOS-Kunden (3 Stück je Standort) ✅ Verwaltungen erhalten auf Wunsch 20 Exemplare kostenfrei 💡 Ideal zum Start in die Adventszeit: Ein Kalender, der wirklich alles zeigt – nur das Adventstürchen musst Du selbst öffnen. 😉 👉 Hier kannst Du den Kalender analog oder digital anfordern: https://www.eurobos.de/Wandkalender2026 Einen schönen 1. Advent wünscht Dein EuroBOS-Team
10. November 2025
Die Stabsstelle Brand-/Katastrophenschutz, Rettungswesen hat vor kurzem die Funkmeldeempfänger für die digitale Alarmierung an die Blaulichtorganisationen ausgegeben. Damit fiel der Startschuss für das digitale Alarmierungsnetz im Main-Tauber-Kreis. Ende Juli hat der Aufbau des digitalen Alarmierungsnetzes für die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr im Landkreis begonnen. Insgesamt werden im gesamten Main-Tauber-Kreis mehr als 80 digitale Alarmumsetzer (DAU) von dem Koblenzer Unternehmen EuroBOS installiert. Mit dem neuen System erhalten die Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungswesens, der Notfallseelsorge, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), des Technischen Hilfswerks (THW) sowie aller weiteren Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) rund 4400 moderne digitale Meldeempfänger (DME). „Das neue digitale Alarmierungsnetz stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Kommunikation und Koordination der Einsatzkräfte dar. Es ermöglicht eine schnellere und zuverlässigere Alarmierung bei Notfällen und trägt somit entscheidend zur Sicherheit im Main-Tauber-Kreis bei. Ich danke allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und die reibungslose Umsetzung“, sagte Landrat Christoph Schauder. Die Verwaltung und Programmierung der Meldeempfänger erfolgten zentral über ein vom Landkreis bereitgestelltes Pager-Management-System (PMS). Dieses umfasst 23 netzwerkbasierte Programmierstationen, die direkt bei den jeweiligen Organisationen vor Ort eingesetzt werden, um eine effiziente und sichere Programmierung zu gewährleisten. Bei jeder Organisation sind zwei bis drei Administratoren für die Programmierung ihrer digitalen Meldeempfänger (DME) über das Pager-Management-System (PMS) eingeteilt. Somit können die digitalen Meldeempfänger (DME) organisationsbezogen selbst programmiert und verwaltet werden. Der Kreisbrandmeister und Leiter der Stabsstelle Brand-/Katastrophenschutz, Rettungswesen, Andreas Geyer, bedankte sich für die hervorragende Arbeit seines Teams. Herauszuheben sei hier der Informations- und Kommunikations-Beauftragte Gerold Hellinger für seinen herausragenden Einsatz. Weiter bedankte er sich bei allen Organisationen für die kooperative und unkomplizierte Zusammenarbeit. Insbesondere auch bei der Firma Selectric, die die Funkmeldeempfänger vertreibt und den Landkreis als starker Partner unterstützt. Link zum Original-Presseberichtes des Landkreises vom 03.11.2025: https://www.main-tauber-kreis.de/pm522-2025 Bild: Landratsamt Main-Tauber
Mehr anzeigen